Mittwoch, 23. März 2016

Die Flut - Arno Strobel

Klappentext:
Julia hat sich sehr auf die Auszeit mit Michael auf Amrum gefreut, auch wenn die Insel im November eher unwirtlich ist und Michael seinem Kollegen Andreas versprochen hat, ihm beim Ausbau des Dachbodens des Ferienhauses zu helfen. Doch dann geschieht eines Nachts ein grausamer Mord am Strand und durchbricht jäh die Inselidylle. Der Mörder hat ein junges Paar entführt, betäubt, es an den Strand gebracht, die Frau im Sand vergraben, den Mann in der Nähe festgebunden. Dann hat er gewartet. Bis die Flut kommt. Und die Frau qualvoll ertrinkt. Und ihr Mann dabei zusehen muss, ohne ihr helfen zu können. Die Inselbewohner sind geschockt. Die Polizei vor Ort setzt sofort alles daran, den Täter zu stellen, und Hauptkommissar Harmsen wird von Flensburg nach Amrum beordert, um die Ermittlungen zu leiten. Aber darauf hat der Mörder nur gewartet. Denn er hat den perfekten Plan. Und bereits weitere Opfer im Visier.
Julia und Michael denken zur gleichen Zeit darüber nach, abzureisen. Aber sie entschließen sich dagegen. Ein Fehler, wie sich bald herausstellen wird...


 Die Flut
Arno Strobel
Fischer Verlag
Psychothriller
361 Seiten
9,99 €

Erste Sätze:
Schon früh fiel seinen Eltern seine überdurschnittliche Auffassungsgabe auf. Mit vier Jahren konnte er lesen und schreiben, ein Jahr später interessierte er sich zum ersten Mal für die Angabe der chemischen Zusammensetzung von Mineralwasser auf dem Flaschenetikett.
Seinem Vater rechnete er nach jedem Besuch an der Tankstelle vor, wie viele Liter er im laufenden Jahr getankt und wie viel er insgesamt dafür beszahlt hatte. Auf den Cent genau.
Zwei Wochen nach seiner Einschulung wurde er in die zweite Klasse versetzt, am Ende des gleichen Schuljahres übersprang er eine weitere Stufe und kam im Alter von sieben Jahren in die vierte Klasse.
Freunde fand er dort keine, er war seinen Mitschülern suspekt. Er sprach nicht viel, und wenn doch, waren es meist seltsame Dinge, die sie nicht verstanden. Seinen Eltern ging es zu diesem Zeitpunkt ähnlich. Im darauffolgenden Jahr wechselte er auf das Gymnasium.
Etwa einen Monat nach Schulbeginn spürte er es zum ersten Mal.


 Es ist Nacht.
Sie sind am Strand.
Machtlos.
Ihm ausgeliefert.
Sie können sich nicht befreien.
Und dann kommt die Flut.


Eigene Meinung:
Von Arno Strobel habe ich bereits Der Trakt, Das Wesen, Das Skript, Der Sarg, Das Rachespiel und Das Dorf. Der Sarg war mein erster Psychothriller. Vorher habe ich nur Fantasy Bücher gelesen. Ich bin wirklich froh, dass ich es mir gekauft habe, da ich jetzt eine sehr schöne Sammlung dieses Genres habe.
Die Flut ist der neuste Teil des Autors. Ich bin sicher, dass es mich, wie die anderen Teile auch, umhauen wird.
Das Cover finde ich sehr ansprechend: Das Gesicht ist von völliger Dunkelheit umgeben und die Augen sind weit aufgerissen. Es spiegelt Angst, Ungewissheit und Faszination wieder. Die anderen Bücher von Arno Strobel haben auch alle ein kleines Bild auf dem Cover, was von Schwärze umgeben ist. Und zu seinen Geschichten kann ich mir wirklich kein besseres Cover vorstellen.
Was haltet ihr von dem Cover? Spricht es euch an? Würdet ihr es euch nur des Covers wegen kaufen?


Eure Emm

Kommentare:

  1. Hallo liebe Emm,

    das klingt wirklich richtig spannend. Ich könnte diese Bücher vermutlich nur am Tag lesen, wenn es hell ist, weil ich leider jemand bin, der sehr schnell Schiss hat, wenn es um solche Bücher geht. Ich stelle mir dann alles mögliche vor, was hinter der nächsten Tür lauern könnte und dann steiger ich mich dort so hinein... :D

    Liebe Grüße, Marie

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  2. Liebe Marie,

    es passiert nicht selten beim lesen, dass ich mir die Decke bis über den Kopf ziehe oder bei jedem kleinsten Geräusch zusammenzucke. Einmal hatte ich es auch schon, dass ich so viel Angst hatte, dass ich das Buch zugeklappt habe und erst am nächsten Tag im hellen weitergelesen habe :D Ich denke, dass dem Autor das Buch wirklich gelungen ist, wenn er es so realistisch rüberbringen kann, dass man denkt, dass der Mörder hinter der Tür lauert und einen beobachtet.

    Liebe Grüße
    Emm

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