Donnerstag, 31. Dezember 2015

Die Besten 3 des Jahres

In diesem Jahr habe ich sehr viele neue Bücher gelesen. Mehr als einmal habe ich es bedauert, dass die Geschichte zu Ende ist und mehr als einmal habe ich gedacht, dass es das beste Buch war, das ich jemals gelesen habe.
Zum Abschluss des Jahres möchte ich euch meine drei Favouriten vorstellen, bei denen Gänsehaut garantiert ist und an Hochspannung und Überraschungen nicht gegeizt wurde.


Platz 1: Das Monstrum - Stephen King

Als Roberta Anderson, genannt  Bobbi, beim Spaziergang im Wald über ein kleines Stück Metall stolpert, ahnt sie nicht, worauf sie gestoßen ist. Doch sie spürt, dass von dem Metall eine seltsame Kraft ausgeht. Und ihr altersschwacher Beagel Peter mag es eindeutig nicht. Bobbi beschließt, es zu vergessen. Aber die Erinnerung an das unheimliche Vibrieren, das sie beim Berühren des Metalls gespürt hat, lässt sie nicht los. Bei dem Versuch, den Gegenstand auszugraben, stellt sie fest, dass er riesig sein muss. Und was immer es ist: Es verändert nicht nur ihren Hund.

Friedhof der Kuscheltiere war mein erstes Buch von Stephen King. Ich hatte vor mir ein weiteres Buch von ihm zu kaufen und fand dieses Buch in einer Buchhandlung. Es ist mit 1072 Seiten ziemlich dick - Ein Monstrum eben. Nachdem ich die aktuelle Lektüre durchgelesen hatte, machte ich mich über Das Monstrum her. Ich fing an zu lesen und hätte nie gedacht, dass mich ein Roman so stark fesseln kann. Der beste, den ich jemals gelesen habe.
Stephen King beschreibt die Umgebungen und die Dinge der Geschichte wunderbar und man hat das Gefühl, dass man selber bei der Ausgrabung des Raumschiffes hilft. Als ich rausgefunden habe, dass es um ein Raumschiff ging, war ich grundlos Enttäuscht. So viele Filme und Bücher über Außerirdische und Ufos, die ich gesehen habe, waren standardisiert. Ich habe immer Abstand von den Geschichten genommen. Aber als ich dieses Buch weiter gelesen habe, merkte ich, dass es ganz anders war. Man war ein Teil der Geschichte. Ich wollte nicht zum Ende der Geschichte kommen, weil ich Angst hatte, dass es ein offenes Ende oder ein standardisiertes Ende nehmen würde und weil ich das Buch ewig weiterlesen wollte. Aber das Ende war besser, als ich es mir je hab ausmahlen können.
Aus diesem Grund ist Das Monstrum - Tommyknockers von Stephen King das Highlight des Jahres für  mich und ich freue mich auf des nächste Mal, wenn ich den Roman lese.


Platz 2: Passagier 23 - Sebastian Fitzek

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff "Sultan of the Seas" - niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.
Mitten im Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der "Sultan" kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist.
Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen - und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der "Sultan" verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm...

Passagier 23 habe ich von meiner Schwester zum Geburtstag bekommen. Eine sehr schöne Ausgabe. Sie ist gebunden und unter dem Umschlag ist das gesamte Cover mit Meer bedruckt, welches man teilweise durch das Bullauge des Schutzumschlages sieht. Diese Ausgabe habe ich vorher noch nie gesehen.
Ein Psychothriller, der fast durchgängig auf dem Schiff "Sultan" spielt. Allerdings in dem Teil des Schiffes, in den man noch nie zuvor blicken konnte: Abseits der Passagierkabinen. Da, wo die geheimen Gänge und Zimmer liegen bis hin zu den Ankerkammern.
Ich finde dieses Buch so schön, weil es zum einen auf einem Schiff spielt, und zum anderen ein ganz neues Licht auf Kreuzfahrten wirft.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt: Mal aus der Sicht des Protagonisten, aus der Sicht eines Opfers oder aus der eines Täters. Man ist aber nicht mit den Personen verschmolzen sondern geistert als Leser um sie herum. So hat man einen wunderbaren Blick auf des Geschehen.
Das Ende habe ich so nicht erwartet: Martin Schwartz hat das Schiff wieder verlassen und konnte Licht hinter das Verschwinden von Passagieren bringen. Einige Sachen sind aber noch offen geblieben. Dieses änderte sich schlagartig am Ende des Buches und man wurde noch mal in die letzten Ermittlungen gerissen, die einige Überraschungen mit sich brachten.


Platz 3: Eisige Schwestern - S.K.Tremayne

Ein Jahr, nachdem die sechsjährige Lydia durch einen tragischen Unfall ums Leben kam, sind ihre Eltern Sarah und Angus Moorcroft psychisch am Ende. Um neu anzufangen, ziehen sie zusammen mit Lydias Zwillingsschwester Kirstie auf eine atemberaubend schöne, einsame Privatinsel der schottischen Hebriden. Doch auch hier finden sie keine Ruhe. Kirstie behauptet steif und fest, sie sei in Wirklichkeit Lydia, und die Eltern hätten den falschen Zwilling beerdigt.
Bald umhüllen Winternebel die Insel, Angus ist beruflich oft abwesend, und bei Sarah schleicht sich das ungute Gefühl ein, etwas stimme tatsächlich nicht. Zunehmend fragt sie sich, welches ihrer Mädchen hier an ihrer Seite lebt und wem sie noch trauen kann. Als ein heftiger Sturm aufzieht, sind Sarah und Kirstie komplett von der Außenwelt abgeschnitten und den Geistern der Vergangenheit ausgeliefert.
Was geschah wirklich in jener verhängnisvollen Unfallnacht?

Bevor ich Eisige Schwestern angefangen habe zu lesen, dachte ich, dass Kirstie eine gespaltene Persönlichkeit hat, da sie mit dem Tod ihrer Zwillingsschwester nicht zurecht gekommen ist. Mit dem Ende, das dann aber kam, habe ich nicht gerechnet. Es war ziemlich verwirrend. Allerdings hat sich das mit den letzten Seiten gegeben.
Die unerwartete Wendung, die das Buch genommen hat, hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Es war wunderschön und schockierend zugleich und ich habe nie zuvor den Überlebenden einer Geschichte mehr Glück und Erholung in der Zukunft gewünscht.



Eure Emm

Kommentare:

  1. Hallo liebe Emm,

    ein toller Rückblick, den du da geschrieben hast. Bis auf „Passagier 23“ würde ich glaube ich keines lesen, weil es nicht unbedingt mein Genre ist, aber das von Sebastian Fitzek sehr gerne!

    Liebe Grüße,
    Marie

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  2. Hallo Marie,

    Vielen Dank für deinen lieben Kommentar.
    Sebastian Fitzek schreibt wirklich sehr spannende und fesselnde Bücher. "Passagier 23" ist eines von vielen davon. Auf jeden Fall empfehlenswert. Gerade auch deshalb, weil es auf einem Kreuzfahrtschiff spielt, fern ab von festem Land, und man kaum Möglichkeiten hat dem Geschehen aus dem Weg zu gehen.
    Ich finde, dass die drei Bücher alle außergewöhnlich sind. Zum Einen natürlich wegen der besonderen Handlung und zum Anderen wegen der Art und Weise, wie sie geschrieben wurden. Aber wenn man das Genre nicht so mag, muss man sie nicht zwangsläufig lesen, auch wenn ich jedem die Bücher ans Herz legen würde.


    Liebe Grüße
    Deine Emm

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  3. Hallo Emmily

    Ich verstehe zu lesen :-) Du magst Fitzek. Ich auch. Dir gefiel Eisige Schwestern. Mir auch. Weißt du was? Ich bleibe als Leserin da.

    Liebe Grüße, Gisela

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