Samstag, 21. Dezember 2013

Laura und der Ring der Feuerschlange

Klappentext
Seit einem mysteriösen Autounfall vor vielen Jahren hält Laura ihre Mutter für tot - bis der Drache Gurgulius in ihr die Hoffnung weckt, dass Anna Leander noch leben könnte. Um sich Gewissheit zu verschaffen, riskiert das Mädchen mit den magischen Fähigkeiten eine Traumreise in die eigene Vergangenheit. Alles deutet darauf hin, dass Anna in das düstere Reich der Schatten verbannt worden ist. Doch dort kann man nur mit Hilfe des sagenumwobenen Rings der Feuerschlange eindringen. Als Laura diesen endlich entdeckt und in das Schattenreich aufbricht, ahnt sie nicht, dass das Gefährlichste Abenteuer ihres Lebens auf sie wartet ...



Titel: Laura und der Ring der Feuerschlange
Autor: Peter Freund
Verlag: Ehrenwirth
Erscheinungsjahr: 2006 
Genre: Roman
Band: Einzelband
Reihe: Laura
ISBN: 978-3-431-03694-7
Seitenzahl: 447
Preis: 19,95

Erste Sätze
Es geschah in einer Mittsommernacht, viele Jahre vor Laura Leanders Geburt. Am wolkenlosen Himmel stand hell der Mond. Die Luft war mild, und alles war ruhig. Nur ein sanfter Windhauch strich durch das Schilf am Rande des Drudensees. Das leise Rauschen der Blätter klang wie das Gewisper aufgeregter Nachtgeister über die spiegelglatte Wasserfläche, die im silbrigen Mondlicht glänzte.

Eine Stelle aus dem Buch
Die fünf Sensenmänner waren von den Podesten gestiegen und kamen, einen Skelettfuß vorsichtig vor den anderen setzend, langsam näher. In den Augenhöhlen glimmerte es rot. Die scharfen Sensenblätter blitzten im Licht der Fackel auf. Ihr Anführer stieß mit dem Schaft seiner Sense auf den Boden. "Nur wer den Ring unserer Herrin trägt, darf sich ihrem Reich nähern. Alle anderen sind des Todes - auch du, Laura!" (S.279)

Inhalt
Jetzt, da Laura wieder auf der Erde ist und nicht mehr auf ihrem Schwesterplaneten Aventerra, wartet eine weitere Aufgabe auf sie: Sie möchte das Geheimnis ihrer Mutter lösen. Denn seitdem Lauras Mutter mit ihr vor Acht Jahren einen Autounfall hatte, der für Anna Leander tödlich ausgegangen ist, halten sie alle für tot. Aber am Ende ihres letzten Abenteuers hat der Drachen Silberschwinge eine Bemerkung gemacht, die in Laura die Hoffnung weckte, dass ihre Mutter doch noch Leben könnte. Diesem geht sie mit ihrem Bruder Lukas und ihrem Vater Marius nach.
Als Laura eine Traumreise in ihre eigene Vergangenheit macht, erfährt sie, was damals wirklich passiert ist: Der Autounfall war kein zufälliger Unfall sondern ein schon vorher geplantes Verbrechen der Dunklen, die Feine der Wächter des Lichts. Lauras Oma Analina, die Mutter von Anna Leander, hat der Feuerschlange auf Aventerra ein Versprechen abgegeben, das nun Anna an ihrer Stelle einlösen musste. Deshalb wurde sie in das Reich der Feuerschlange verschleppt und leistet ihr fortan Gesellschaft.
Laura kommt diesem Geheimnis immer näher, doch ihr Feinde, die Dunklen, wollen dieses auf jeden Fall verhindern.
Das Geheimnis führt Laura und Lukas eines Tages in die Unibibliothek, in der sich ihre Mutter kurz vor dem Unfall mit Laura aufhielt. Sie hat dort etwas in Unterlagen von Faust, die er angeblich geschrieben habe, entdeckt und ist dabei auf ein mysteriöses Zeichen mit einem ebenso mysteriösen Spruch gestoßen. Nun versuchen auch die beiden Geschwister das Rätsel zu lösen. Als sie schließlich den Hintergrund der Zeichen und des Spruches erfahren und auf den Ring der Feuerschlange stoßen, ist es fast schon zu spät.

Eigene Meinung
In der Schule lesen wir gerade das Buch Faust von Goethe. Und da ich dieses Buch vorher noch nicht kannte, sind mir einige Passagen in dem Buch Laura und der Ring der Feuerschlange offen geblieben, da ein Teil der Geschichte mit Faust in Verbindung steht:
In dem Laura Buch erzählt ein Bauer Laura, dass vor einigen Jahren auf der Teufelskuppe der damalige Hausbesitzer mit dem Teufel, der sich in eine große schwarze Katze verwandelt habe, ein Pakt geschlossen habe. Dieses ist auch ein wichtiger Bestandteil von Faust, nur, dass der Teufel sich an Stelle einer Katze in einen Pudel verwandelt hat.
Im weiteren Verlauf des Buches stoßen Laura und ihr Bruder Lukas auf einen mysteriösen Spruch, der wichtig für die Aufklärung des Geheimnisses ist, das ihre Mutter umgibt. In Faust kommt fast genau der gleiche Spruch vor:

Spruch aus Laura 
"Du musst versteh'n, Aus eins mach Zehn, Und Zwei lass gehen. Und Drei mach gleich,  Nah ist ihr Reich. Verlier die Vier Aus Fünf und Sechs, So sagt die Hex'. Mach Sieben und Acht, Doch sei bedacht: Nur was nicht stimmt, Zum Ziel dich bringt. Mit diesem Hexen-Einmaleins Wenn Neun ist Eins Und Zehn ist keins Und du den richt'gen Namen nimmst, Der Spruch der Hex' zur Tür dich bringt."

Spruch aus Faust 
"Du musst verstehn! Aus eins mach' Zehn, Und Zwei lass gehn. Und Drei mach' gleich,  So bist du reich. Verlier' die Vier! Aus Fünf und Sechs, So sagt die Hex'. Mach' Sieben und Acht, So ist's vollbracht: Und Neun ist Eins, Und Zehn ist keins. Das ist das Hexen-Einmal-Eins!"

Ich finde diese Verbindung, die ich erst beim jetzigen lesen entdeckt habe, echt spannend, weil Goethes Faust auf einer Erzählung in seiner Zeit beruht, die er verfasst und erweitert hat und diese Erzählung sich auch in Laura wieder findet. Dieses mach das Buch noch interessanter und spannender, als bevor ich Faust kannte.

Sprache und Stil
Wie auch in den anderen Laura Büchern ist jeder Anfangsbuchstabe eines Kapitels verziert und hervorgehoben. Die Sprache ist gut verständlich und man kann sich leicht in die Gedankengänge und Gefühle der einzelnen Personen hineinversetzen. Da das Buch schön spannend geschrieben ist, macht es Spaß der Geschichte zu folgen und weiter zu lesen.
Eure Emm

Kommentare:

  1. Hi!

    Das ist ja ein geniales Cover. Sehr schöne Rezi, da muss ich mir die Bücher mal genauer anschauen.
    Ich habe Dich getaggt, wenn Du Lust und Zeit hast:
    http://monesleseinsel.blogspot.de/2013/12/tag-excellent-blog-award.html

    LG und einen schönen 4. Advent
    Mone

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  2. Da kann man mal sehen, was für Zusammenhänge man manchmal zwischen unterschiedlichen Büchern entdeckt. Da hatte ich letztens auch etwas: "Die Landkarte der Zeit" handelt unter anderem von einem Konkubinenmörder, der Jack the Ripper heißt. Als ich dann "Die Judaspapiere" laß, ist mir der Name wieder ins Auge gesprungen und ich habe etwas über diesen Menschen recherchiert. Mir war gar nicht klar, dass es ihn wirklich gegeben hat. Ich dachte zunächst, es sei nur eine Erfindung des Autors :)

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  3. @Mone: Vielen Dank :) Die Bücher sind auf jeden Fall lesenswert.
    @Marie: Ich finde solche Zusammenhänge immer aufregend und sie machen die Bücher noch spannender und aufregender als sie schon sind :)

    Eure Emm

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